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„Studier’ kein Jura, wenn Du nicht bereit bist etwas zu leisten“ – Ein Gastbeitrag

Hallo!

Nachdem Du diese Überschrift gelesen hast, wirst Du Dich wundern auf was dieser Beitrag hinauslaufen wird (Keine Sorge – kein Bereicherungsrecht 😉). Also lehn’ Dich zurück, mach den Kopf auf und viel Spaß beim Lesen!

Das ist ein Text der Dich lediglich auf eine Sache aufmerksam machen will:

Leistung ist nicht gleich Leistung.

An was denkst Du, wenn Du an LEISTUNG im JURASTUDIUM denkst?

Meiner Erfahrung nach sind Menschen, die sich entscheiden Jura zu studieren ambitioniert und leistungs – willig.

Sei es das tägliche Lernen in der Bibliothek, das Schreiben von Hausarbeiten in den Semesterferien (jemandem mal aufgefallen, dass wir nie frei haben?) oder das Mammutprojekt Examensvorbereitung.

Wir kennen also die Leistung im herkömmlichen Sinne: Lernen, Hausarbeiten oder Klausuren schreiben, Lernen, gute Ergebnisse erzielen und Lernen.

Diese Leistungsbereitschaft feiere ich zutiefst – es ist wundervoll, dass es Menschen gibt ,,die es so richtig wissen wollen“, die sich herausfordern und diesen oftmals langen und schwierigen Weg auf sich nehmen. Menschen wie wir bringen die Erde voran!

Dafür dürfen wir uns auch mal feiern, denn es gibt viele die den Mut nicht haben, sich an ein solches Studium zu wagen!

Aber dann gibt es da noch eine andere Leistung – weitab von Noten, Klausuren, Hausarbeiten..

Ist Dir mal aufgefallen, dass viele von uns, spätestens vorm ersten Examen, extreme psychische Probleme wegen des Leistungsdrucks bekommen? Jeder kennt mindestens einen Menschen der massiv unter dem Druck leidet.

Angst nicht alles gelernt zu haben.

Angst durchzufallen.

Stress. Stress. Stress.

Manchen mag es vielleicht wert sein die eigene psychische oder manchmal sogar physische Gesundheit für ein @praedikatsexamen aufs Spiel zu setzen.

Manche nehmen Schlafprobleme, Angststörungen, Kopfschmerzen und Burn-out in Kauf nur um irgendwie durch dieses Studium zu kommen. Mir ist es das nicht wert.

Das heißt nicht, dass Stress immer schlecht und Druck nicht manchmal nötig ist, nur scheint es im Fundament der juristischen Ausbildung angelegt zu sein, dass man gefälligst zu leiden hat.

Wenn man wirklich was leistet im Jurastudium, dann heißt das nicht nur passable Noten zu haben sondern auch auf sich und seine Bedürfnisse acht zu geben.

Sich immer wieder zu fragen:,,Tut mir das gerade gut?“ und das Studium nicht über alles zu stellen.

Nennen wir das mal ,,Leistung 2.0“.

Dass das nicht ganz einfach ist wissen wir alle.

Veraltete Strukturen in den Universitäten, Konkurrenzdenken zwischen den Studierenden, willkürliche Notengebung, unendlich viel Lernstoff und Lehrmethoden aus dem Mittelalter lassen einen buchstäblich wahnsinnig werden.

Dazu kommt, dass wir uns selbst und gegenseitig immer wieder vorbeten wie gestresst wir sind und damit das Problem nur verschlimmern.

Definieren wir Leistung neu und definieren wir auch Erfolg neu!

Seelisches Wohlbefinden und juristischer Erfolg sind nur solange Gegensätze, wie wir bereit sind das zu glauben.

Denn tatsächlich lernen wir viel effektiver, wenn wir uns gut fühlen und schreiben bessere Noten, wenn wir nicht voller Angst sind.

Wenn wir gemeinsam beginnen an einer neuen Vision für das Jurastudium zu arbeiten ersparen wir uns und den kommenden Generationen eine Menge Leid.

Stell Dir vor wie es wäre, wenn die Juristen der Zukunft neben dem Verstand auch ein wenig mehr Herz hätten!

Das ist wirklich next-level-shit!

Und wir können direkt heute damit beginnen: Nämlich bei uns selbst! 

Ich versuche mich jeden Tag zu fragen: ,,Wie kann ich heute alles schaffen, was ich mir vorgenommen habe ohne mich zu Tode zu stressen?“

oder auch

,,Wie kann ich die Dinge mit Freude tun, sodass ich mich am Ende des Tages nicht ausgelaugt fühle?“


Wie könntest Du Deine Leistung neu definieren, sodass sie nicht nur an Deinen Erfolg im Studium sondern auch Dein persönliches Wohlbefinden geknüpft ist?


Was kannst Du heute tun um mehr nach dem Prinzip Leistung 2.0 zu handeln?

Was denkt ihr?

Hinterlasst gerne einen Kommentar zum Blogartikel oder teilt mir direkt über Instagram @praedikatsexamen eure Gedanken zu dem Thema mit. Ich freue mich auf Austausch!

Besucht die Instagram Seite von Tara und teilt ihr eure Meinung mit zu diesem Thema. Alle Bilder in diesem Beitrag hat sie selbst gezeichnet! 😍 Vielen Dank für deinen Gastbeitrag!

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